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Der kleine Yogi in mir oder
„Namasté vom Scheitel bis zum Zeh“
von Heike Wrobel

Wer kennt den schönen Spruch, wer rastet der rostet, nicht? So einfach und lapidar dahin geredet birgt dieser Spruch doch einen enormen Wahrheitsgehalt. Auch ich gehöre zu den Menschen, für die das Geburtsdatum nur ein Zusammenspiel von Zahlen auf dem Personalausweis ist. Doch wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, muss ich erkennen, dass mein Körper da nicht immer mit meiner Einstellung übereinkommt. Es zwickt und drückt an Stellen, die ich früher gar nicht kannte, das Knien oder Bücken fiel mir früher auch viel leichter, auch mein Rücken hatte vor ein paar Jahren noch nicht das Bedürfnis mir ständig mit Verspannungen oder Schmerzen auf den Nerv zu gehen. Du musst Sport machen bekomme ich von Menschen gesagt, die mir nur Gutes wollen. Aber welcher Sport passt zu mir und welche Art von Sport gibt meinem Körper die Elastizität und Beweglichkeit zurück?

Eine gute Freundin sagte „du musst Yoga machen“ und fragte mich, ob ich sie zum Yoga begleiten wolle. Von Yoga hatte ich natürlich schon gehört und fragte mich, wie Entspannung und innere Einkehr meinen Körper wieder in schmerzfreie Bewegungen bringen könnte. Da ich von Natur aus neugierig bin, ging ich einfach mal mit zu einer Yogastunde. Schaden konnte es ja nicht. Außerdem hatte ich die Vorstellung Yoga wäre eine entspannte Angelegenheit mit leichten Bewegungen und bewusstem Atmen. Das konnte ja nicht so anstrengend sein und wenn ich das als Sport bezeichnen konnte, noch besser. Zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum Einen könnte ich allen Fitness-Vernatikern in meinem Bekanntenkreis endlich erzählen, ich mache jetzt Sport, zum Anderen war mein innerer Schweinehund besänftigt und ein Schokolädchen am Abend wäre somit keine Sünde mehr. Da hatte ich mich aber gewaltig geirrt. Die Aufwärmphase der Yogastunde verlief noch ganz locker und die Bewegungen konnte ich ohne Mühe mitmachen. Na das war ja einfach, dachte ich noch ganz naiv. Was dann folgte war eine Reihe von Bewegungsabläufen, die mich ganz schön ins Schwitzen und jammern brachten. Die Übungen, die sich so nett anhörten als ob sie aus einem Kinderbuch stammten wie Sonnengruß, Berghaltung, Stuhl, Tisch, kleiner Hund, großer Hund, Planke, kleine Cobra, große Cobra, friedvoller Krieger, Taube entpuppten sich als anspruchsvolle, herausfordernde Bewegungsabläufe, die für meinen Körper Neuland waren und meine Muskeln und Sehnen an ihre dehnfähigen Grenzen brachten. Wie eine Bewegungsabfolge mit so einem schönen Namen wie der Sonnengruß so anstrengend daherkommen kann, ist mir ein Rätzel. Hinter Berghaltung, Planke, Krieger, verbargen sich Haltungspositionen, die meine gesamte Körpermuskulatur ins Schwitzen brachten obwohl ich mich nicht sonderlich viel dabei bewegte.

Naja, was soll ich euch sagen, habe ich aufgegeben? bin ich nicht mehr hingegangen? Weit gefehlt. Ich habe mich angemeldet und marschiere jetzt einmal in der Woche zu meiner Yogastunde. Ich kann es selber kaum glauben aber es tut meinem Körper und meinem Geist sehr gut. Ich bin beweglicher, trotz Muskelkater, bin schmerzfreier und kann während der Übungen meinen ganzen Alltagsstress ausblenden. Dann kommt noch hinzu, dass ich viele supernette Menschen kennengelernt habe, mit denen ich gerne gemeinsam schwitze, jammer und die Entspannung genieße .

Jetzt muss ich meinem inneren Schweinehund nur noch beibringen, auch zu Hause den Sonnengruß in meinen Alltag zu integrieren. Man sollte sich ja kleine Ziele setzen.

In diesem Sinne:

Namasté vom Scheitel bis zum Zeh!

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