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Das Behindertensportjahr im RTB, in Remscheid und ein Abschied
von Stephan Schürmann

Was gibt es Neues zum Behindertensport im Jahr 2018? Eigentlich nicht viel. Das ist wenig könnte man jetzt denken. Ist es aber nicht, denn auch im Jahr 2018 war der RTB im Behindertensport sehr aktiv.

Da gibt es zunächst einmal die Dienstagsgruppe, wo 8-12 Kids im Alter von 8 bis 21 Jahren und unterschiedlichen Handicaps gemeinsam Sport machen.

Die Kids der Dienstagsgruppe. Es fehlen Can, Svenja, Noah
und Shirin

Geschicklichkeit, Koordination und Ausdauer stehen immer auf dem Plan. Manchmal sind es einfache Dinge, auf die die Teilnehmer stolz sind sie gemeistert zu haben. Wie zum Beispiel das Balancieren auf einer Bank. Das stärkt das Selbstvertrauen und das Selbstbewusstsein. In Schule Familie oder im Freundeskreis zu erzählen das man, wie alle anderen Kids im gleichen Alter, zum Sport geht bringt viel Normalität.

Das gilt es zu fördern. Dafür stehe ich als Übungsleiter und auch der RTB als Verein. Die Möglichkeiten für Menschen mit Handicap müssen viel breiter in der Öffentlichkeit gestreut werden, denn immer noch wissen viele Betroffene und deren Eltern nicht dass es den Behindertensport mit seinen vielen Facetten und Sportarten gibt.

Vor dieser Situation ist es auch schwierig, Nachwuchs für die Dienstagsgruppe zu finden. Nach Jahren des Wachstums ist die Zahl der Mitglieder in 2018 auf fast gleichem Stand geblieben. Insgesamt besteht die Behindertensportabteilung mittlerweile aus fünfzehn Vereinsmitgliedern. Einzig Fabio hat uns leider in diesem Jahr verlassen. Etwas dezimiert waren wir durch gesundheitliche Probleme von Katharina und Svenja. Katharina hat schon wieder ihr Comeback gegeben und Svenja ist auf dem Wege der Besserung. Sie wird im Frühjahr 2019 wieder am Sport teilnehmen.

Einige der Gruppenmitglieder nahmen auch am diesjährigen integrativen Laufkurs teil. Dieser fand immer dienstags im Anschluss an die Übungsstunde Behindertensport statt. Im Laufkurs trainierte man für den Röntgenlauf, wo es zum siebten Mal die Sonderwertung für Menschen mit Behinderung gab. Mit neun gemeldeten Teilnehmern wollten wir starten. Acht waren es schließlich, da Can leider wegen einer Erkältung passen musste. Alle Teilnehmer waren Sieger und es wurden viele Podestplätze belegt.
Erinnerungsfoto vor dem Lauf

Teilnehmer waren Amelie Hoff, Katharina Ronge, Michelle von Dreusche, Noah Mitterbauer, Noah Lamrani, Robert Benninghofen, Mert Sarikaya und Christian von Dreusche.
Wir haben es mit unserem integrativen Laufkurs und der Teilnahme am Röntgenlauf sogar in der RGA-Sonderbeilage zum Röntgenlauf geschafft. Hier wurde das Engagement des Vereins in Sachen Behindertensport und das Engagement für die Sonderwertung gelobt.
So sehen Sieger aus. Stellvertretend für alle Teilnehmer, Christian von Dreusche (vorne sitzend)
bei der Siegerehrung 2450m männlich, als Sieger in der Sonderwertung. Das ist Inklusion pur!

Remscheid mausert sich immer mehr zur Hochburg im Wettkampfsport für Schwimmer mit Handicap. Der integrative BRSNW Kurzbahn Cup fand in diesem Jahr zum 12. Mal statt. Auch die Deutschen Kurzbahn Meisterschaften (DKM) im Schwimmen waren zum siebten Mal zu Gast im Sportbad am Stadtpark. Teilnehmer unseres integrativen Laufkurses und Vereinsmitglieder waren vor Ort und unterstützten beide Veranstaltungen als Helfer. Wie auch die Sportjugend des Sportbundes, die vor allem die DKM helfend unterstützte.


Unser Vereinsmitglied Pauline als fleißige Helferin mit Teo Feuerstein, dem Maskottchen der Sportjugend des Sportbundes Remscheid, bei der DKM


Aktiv dabei waren unsere Vereinsmitglieder Elias de Souza und Hannes Schürmann, die beide für die SG Bayer starten. Während sich Elias prächtig entwickelt und erfolgreich seine ersten Deutschen schwamm, stehen die Zeichen bei Hannes Schürmann auf Abschied. Hannes beendet seine leistungssportliche Karriere und absolvierte bei der DKM im heimischen Sportbad seinen letzten Behindertensportwettkampf. So schließt sich der Kreis, denn im Sportbad lernte er schwimmen, sammelte erste Wettkampferfahrungen und verabschiedete sich nun in seinem „Wohnzimmer“.

Hannes Schürmann wird von Bernhard von Welck (Deutscher Behindertensportverband) und Bundestrainerin Ute Schinkitz am Rande der DKM verabschiedet.

Hannes konnte noch einmal zwei Bronzemedaillen über 100m Freistil und 100m Rücken, sowie den zweiten Platz im großen schwimmerischen Mehrkampf erreichen und zeigte das er immer noch national in der Spitze schwimmt. Aktuell hält er den Kurzbahnweltrekord über 200m Rücken in seiner Starklasse S7, sowie Deutsche Rekorde über 100m Rücken, 800m Freistil und 1500m Freistil auf Kurz- und/ oder Langbahn. Nun geht eine erfolgreiche Karriere mit Jugendweltmeistertiteln, etlichen nationalen Titeln, EM- und WM-Teilnahmen und dem Highlight der Paralympicsteilnahme in Rio de Janeiro 2016 zu Ende. Voller Stolz blickt Hannes Schürmann zurück und hat für sich entschieden, dass mehr als zwölf Jahre Leistungssport auf höchstem Niveau genug sind und nun Zeit für Neues ist. Pläne für die Zukunft hat er genug und möchte seine Erfahrungen im Sport an den Nachwuchs weitergeben. Vielleicht sehen wir ihn ja auch künftig wieder öfter im RTB.

Nun bin ich am Ende meiner Ausführungen und hoffe euch als Vereinsmitglieder viel Interessantes und Informatives berichtet zu haben. Es wird nicht langweilig und bleibt stets spannend bei der täglichen Arbeit für den Sport im Sinne der Inklusion und Integration. Ich hoffe auch in der nächsten Vereinszeitung wieder interessante Dinge vom Behindertensport im Reinshagener Turnerbund und der Stadt berichten zu können.

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