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Leichtathlet Nino Zirkel wechselt nach Leverkusen
von Stephan Schürmann (Vorwort) und Nino Zirkel

Nino Zirkel, leichtathletisches Multitalent der LG Remscheid, wird Remscheid zum Ende des Jahres 2018 verlassen und sich dem TSV Bayer 04 Leverkusen anschließen.

Manche werden nun sagen „schon wieder ein Talent weg aus Remscheid“. In der Tat ist es schade, wenn immer wieder hoffnungsvolleTalente, egal welcher Sportart, Remscheid den Rücken kehren. Die LG Remscheid macht eine sehr gute und engagierte Arbeit in der Leichtathletik. Sie bildet junge Sportler hervorragend aus und fördert sie optimal im Rahmen der in Remscheid vorzufindenden Möglichkeiten.
Doch diese vorhandenen Möglichkeiten reichen nicht aus, wenn man in die umliegenden Städte mit Großvereinen der Leichtathletik schaut. Im Falle Leverkusen hat ein Sportler die Möglichkeit die duale Karriere, das heißt Sport und vor allem Schule unter einen Hut zu bringen. Dazu steht das Teilinternat, welches Eliteschule des Sports ist, zur Verfügung. Kooperationen mit einem Gymnasium, dem Berufskolleg und Berufsausbildungsmöglichkeiten in der Bayer Sportlerklasse sind vor Ort. Möglichkeiten, die Remscheid momentan nicht zu bieten hat und in naher Zukunft auch nicht bieten wird. Da ist es nicht verwunderlich und schon gar nicht verwerflich, wenn ein Sportler, der alle Voraussetzungen für eine leistungssportliche Karriere mitbringt, den Schritt in einen Großverein macht. Wie hier aktuell Nino Zirkel.
In Leverkusen wird sich Nino nach einer Eingewöhnungszeit beweisen müssen. Er wird einer unter vielen sein und sicher nicht der Beste. Aber er kann sein Leistungspotential mit den vielfältigen Trainingsmöglichkeiten rund um die Fritz-Jacobi-Sportanlage und Kurt-Rieß-Anlage erweitern und sich stetig verbessern. Ich kenne Nino nun schon seit einigen Jahren und habe seinen Werdegang stets verfolgt. Ostern 2011 kam er als Teilnehmer in den Laufkurs des RTB. Ein kesser Siebenjähriger, der immer nur Laufen wollte. Schnell wurde das leichtathletische Talent sichtbar. So vermittelte ich ihn in zur LG Remscheid und er trat dem RTB bei. Hier wurde er solide ausgebildet und gefördert. Etliche LG-Rekorde , nachzulesen unter
www.lg-remscheid.de , hält er und verfügt bereits über eine umfangreiche Medaillen- und Titelsammlung. Die Leistungskurve zeigte stets nach oben und so steigerte er auch seinen Bekanntheitsgrad. Bereits zwei Mal wurde er zum Jugendsportler des Jahres durch die Remscheider Bevölkerung gewählt.
Ruhm und Ehre für die er sich nichts kaufen kann. Nino weiß das und nimmt die Herausforderung Leverkusen an. Ich bin mir sicher dass wir Reinshagener und Remscheider in Zukunft noch viel positives von Nino Zirkel hören werden.
Doch niemals geht man so ganz. Nino wechselt zwar nach Leverkusen, bleibt seinem Heimverein, dem Reinshagener TB, jedoch als Mitglied treu. Von meiner Seite wünsche ich ihm alles Gute für die Zukunft und das seine sportlichen Träume in Erfüllung gehen werden.
Die folgenden Zeilen stammen von Nino Zirkel, der für die Mitglieder das bisherige Wettkampfjahr Revue passieren lässt:


Am 18.02.18, einen Tag nach meinem 14. Geburtstag, startete endlich die Hallensaison. Es standen die Regionalmeisterschaften an und ich machte mir nachträglich das beste Geburtstagsgeschenk: Ich holte mir den Titel in 60m Hürden und Stabhochsprung!
Nach einigen Trainingseinheiten und mehreren kleineren Wettkämpfen folgten dann zwei Wochen später die Nordrheinmeisterschaften. Da ich auch hier gut in Form war, stand ich erneut im Stabhochsprung ganz oben auf dem Podest und gewann den Titel.
Im März wurde ich überraschenderweise zum dritten Mal zum Jugendsportler des Jahres nominiert.

Jugendsportler des Jahres 2017
Nach dem ich 2015 die Wahl gewonnen habe und ich mich 2016 mit meiner Schwimmmannschaft der EMA leider der Konkurrenz geschlagen geben musste, konnte ich dieses Jahr wieder genug Stimmen sammeln und die Auszeichnung entgegen nehmen.
Zwei Monate später begann dann die Freiluftsaison und startete mit den Regions-Mehrkampfmeisterschaften. Meine Ziele waren die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften im Neunkampf, sowie einige persönliche Bestleistungen zu erreichen. Das Fazit dieses Wettkampfes hieß: Persönliche Bestleistungen über die 100-Meter, Stabhochsprung und Hürden, sowie Regionalmeister geworden und damit die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften geschafft!
Nach einer kurzen Pause folgten zwei Wettkämpfe kurz hintereinander: Zunächst konnte ich mit den Titel bei den Regionsmeisterschaften im Stabhochsprung sichern. Im Anschluss fuhren wir zu den Nordrhein-Meisterschaften.
Dort konnte ich mich erneut gegen die Konkurrenz im Stab durchsetzen und gewann zudem, nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit Jannik S. vom SG Tackenberg mit 41,93 Metern, den Viezemeistertitel im Speer.
Am 16.6. ging es für mich kurz entschlossen zu den NRW-Meisterschaften im Neunkampf nach Lage. Dieser Wettkampf stand eigentlich nicht auf meinem Wettkampfplan da er terminlich zu dicht an den Blockmehrkampfmeisterschaften anstand. Da dieser Wettkampf jedoch kurzfristig abgesagt wurde entschied ich mich doch für die Teilnahme in Lage. Unverhofft kommt oft. Diese Veranstaltung entpuppte sich nämlich zu einem meiner persönlichen Saisonhighlights: Mit sieben persönlichen Bestleistungen ging ich mehr als zufrieden als NRW-Meister aus dem Wettbewerb hervor!
Im Juli ging es dann zu den NRW Jugendmeisterschaften nach Duisburg. Dort wurde ich NRW Meister im Stabhochsprung und schaffte gleichzeitig das was mir bei den Nordrhein-Meisterschaften verwehrt wurde: Ich konnte mir ebenfalls den Titel im Speerwurf mit 46,73 Metern sichern!
Mein absoluter Saisonhöhepunkt war aber klar die Teilnahme an den Deutschen Mehrkampfmeisterschaften in den Sommerferien.


Trotz meiner Nervosität lief es in Wesel gut und ich konnte im bundesweiten Vergleich eine neue Bestleistung sowie Platz zwölf erzielen.
Auf Grund meiner guten Leistungen der Saison wurde ich zum Abschluss noch zum Länderkampf gegen die Niederlande nominiert, da ich zu den drei stärksten Speerwerfen aus NRW gehörte.

Länderkampf gegen die Niederlande

Mit einer Bestweite von 48,68m und Platz 5 in der Deutschen Jahresbestenliste war meine Saison so gut wie beendet.
Dennoch sollte in den Herbstferien ein letztes Highlight folgen: Ich durfte nach drei Kaderanfragen in Speer, Stabhochsprung und Mehrkampf eine Woche lang am NRW-Talentcamp in Kamen teilnehmen.
Auf Grund meines erfolgreichen Wettkampfjahres 2018 und meinen ehrgeizigen Zielen für die kommenden Jahre, habe ich nach einigen Überlegungen entschieden per 01.01.2019 zum TSV Bayer Leverkusen zu wechseln. Der Verein kann mir auf Grund seiner Größe und der langjährigen Erfahrung auf lange Sicht die besseren Möglichkeiten bieten. Dennoch möchte ich der LG Remscheid und insbesondere Herrn Schürmann ganz herzlich danken, da sie mich seit meinen Anfängen in der Leichtathletik begleitet haben und zu dem Sportler gemacht haben der ich heute bin.


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