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Laufberichte Mila und Ingo Siebert 2015
von Ingo Siebert


Das große Ziel „Transalpine 2015“ war für Ingo Siebert das Event des Jahres 2015.
Auf dem Weg dahin gab im Jahr 2015 viele Höhen und Tiefen aber als es dann soweit war
…..ein unglaubliches Erlebnis.


Februar 2015:

07.02.2015: Tarawera Ultramarathon (Neuseeland)


Bevor der erste Startschuss fiel, hatten Mila und Ingo Siebert bereits einen Rekord aufgestellt. Die beiden Aktiven des RTB-Marathonteams nahmen in Neuseeland an einem Ultramarathon teil. „Das dürfte das von Deutschland am weitesten entfernten Reiseziel sein“. Das Duo nutzte einen privaten Aufenthalt dort und absolvierte den „
Tarawera Ultramarathon
Ingo Siebert startete über die volle Distanz von 100km mit ca. 2.600HM, zeitgleich starteten die Beiden aber auch als 85km Staffelteam. Bei kühlen Morgentemperaturen von 9°C ging es um 06:00h morgens los.
Die Strecke verlief die ersten 60km auf schmalen Singeltrails durch den dichten Neuseeländischen Regenwald. Auch Klettern über umgestürzte Bäume war auf einigen Teilstücken angesagt.
Auf den ersten 60km benötigte Ingo etwa knapp 8 Stunden, übergab dann die Staffel an Mila. Die letzten 25km (Staffel) bzw. 40km verliefen durch ein ausgedehntes Naturschutzgebiet der Ureinwohner (Maori), welches in der Regel nur während des Laufes für Privatpersonen zugänglich ist. Durch starke Abholzungen gab es bei weit über 30°C allerdings sehr wenig Schatten, so dass es am Ende doch ein hartes Stück Arbeit war.
Mila finishte für die 85km-Staffel in 10:47h und Ingo erreichte das Ziel nach 100km in 13:34h.
Es war ein fantastisches Lauf- und Naturerlebnis am anderen Ende der Welt



07.03.2015 Schneewittchentrail….ein Muss, ein Kult !!!

Der „Schneewittchentrail“ (Einladungslauf für Trailläufer) ist mittlerweile einer der Lieblingsläufe von Ingo Siebert.
Wie schon 2014 startete Ingo Siebert über die volle Distanz von
50 Meilen (80km) mit etwa 3.600HM. Trotz guter Streckenmarkierungen wird dieser Trail mit GPS und Karte gelaufen. Bei sehr guten äußeren Bedingungen ging es um 06:00h morgens auf die Strecke, um in etwa 12h (also vor Einbruch der Dunkelheit) wieder im Ziel anzukommen. Auf der Strecke gibt es 3 bemannte und 2 unbemannte Verpflegungspunkte, für alles Weitere ist jeder Läufer selbst verantwortlich. Ingo Siebert erwischte auch dieses Jahr wieder einen guten Tag und finishte in 10:18h (5 Minuten schneller als 2014) und freute sich über einen guten 10.Gesamtplatz. Zur Belohnung gab es die Schneewittchenmedaille und den erneuten Titel „Eisenzwerg

Besonders lecker war das Radler bei km 50 und 70, welches bei langen Ultras ein echter Beschleuniger ist.
Leider resultierten aus dem Lauf auch 2 Knieverletzungen, die 2 Operationen und ¼ Jahr Laufpause nach sich zogen.
Das große Ziel „Transalpine 2015“ wurde jedoch nie aus den Augen verloren.

April bis Juni 2015:

Durch 2 schwere Meniskus OP´s war Ingo leider für einen längeren Zeitraum immer wieder außer Gefecht gesetzt aber dank Radfahren, Muckibude und Freibad Eschbachtal konnte die Grundkondition über die Zeit gerettet werden.

Juli bis August 2015:

Die Vorbereitungen für das Event des Jahres „Transalpine Run “ können endlich beginnen.
Die verbleibenden 8 Wochen sind nicht viel, um die erforderliche Kraft und Kondition für die Alpenüberquerung mit
268km und 16.310 Höhenmetern
zu meistern.
Auch Ingos russischer Laufpartner Kyrill Tsvetkov vom Laufclub „Sylvia Gatchina“ [man kennt sich seit vielen Jahren von Röntgenlauf] bereitet sich in dieser Zeit intensiv vor.
Beide haben bereits beim Röntgenlauf 2007 und beim 100km Lauf 2010 das gemeinsame Laufen trainieren können.

29. August bis 05.September 2015:

Endlich, es ist soweit…..
Nach einer entspannten Anreise am 27.08.15 geht es am 29.08.15 endlich los.
Als „
Team Germany Russia
“ geht es in ein 8 tätiges Laufabenteuer mit von 268km und 16.310 Höhenmeter.


Mein Teampartner Kyrill ist 20 Jahre jünger, schneller und erfahren in Etappenläufen.
Ich hingegen kann auf umfangreiche Erfahrung in den Bergen bauen.
Eine gute Kombination, wie sich noch herausstellen sollte.

Die Streckführung verläuft durch Deutschland über Österreich, die Schweiz nach Italien und ist die ultimative Überquerung des Alpenhauptkamms.
Im Jahr 2015 ging es über die Westroute, die zwar etwas kürzer aber mit mehr Höhenmetern gespickt ist und allgemein als die anspruchsvollere Strecke gilt.

Die Strecke verläuft über:

Oberstdorf – Lech – St. Anton – Landeck – Samnaun – Samnaun (Bergsprint) – Scoul – St. Valentin - Sulden


Da bei diesem Wettkampf auch um Geld gelaufen wird, sind die Regeln entsprechend streng und werden, insbesondere bei den Grenzzeiten, sehr streng ausgelegt.

Die ersten 3 Tage waren mit Temperaturen von bis zu 36°C in den Tälern und über 20°C auf 2.700m Höhe an Hitze kaum zu überbieten. In St. Anton haben wir uns nach dem Zieldurchlauf in den Stadtbrunnen gesetzt und in Landeck bei 36°C jede Gelegenheit genutzt, um uns alles, was wir an kalten Getränken finden konnten, einzuflößen.
Besonders hatten die Teilnehmer mit Dehydrierung und Kreislaufzusammenbrüchen zu tun, so dass die Notfallmediziner nicht zur Ruhe kamen. Noch nie habe ich so viele Läufer im Gebüsch mit einer angelegten Infusion (Kochsalzlösung) sitzen sehen.


Nach 2 Tagen denkst Du ….wie soll ich das nur schaffen….. aber nach 3 Tagen hast Du Dich an die Höhe und Belastung gewöhnt…und dann läuft es.

Ab dem 03. Tag lief es von Tag zu Tag besser und wir begannen in der Rangliste kontinuierlich zu klettern.

Am 04. Tag ging es in die Schweiz (Samnaun) wo wir 2 Tage blieben und am 5. Tag einen Bergsprint absolvierten.


Unser Bergsprint !!! (6,23km mit 723 HM)

Ab dem 05. Tag schlug das Wetter um und es wurde herbstlich kühl mit teilweise heftigen Regengüssen.

Besonders schön waren ab Samnaun die abendlichen Pastapartys, die immer auf den Bergstationen stattfanden (eine Riesenparty, jeden Abend).

Der 6. Tag und 7. Tag hatten landschaftlich schier unglaubliches zu bieten.
Besonders am 07. Tag durchquerten wir eine Schlucht auf einem 100 Jahre alten, in den Berg gehauenen Pfad.

Mit dem 8. Tag, dem großen Finale, kam der Winter !!!
Die Strecke musste über eine Alternativroute geführt werden, da auf dem Berg (2.900m) große Schneemengen gefallen und die Schneefallgrenze auf 1.800m gesunken war.
Aber auch die Alternativroute war knüppelhart und hatte ein wenig „Puderzucker“ zu bieten.
Heftiger Regen und nasskalte Witterung machten die letzte Etappe zu einer echten, ganz anderen Herausforderung.
Der letzte Anstieg war so brutal, dass wir für 12km über 3 Stunden benötigten.

Doch dann der letzte Abstieg durch Gebüsch, Geröll und völlig verschlammte Wege.
Wir sahen aus wie durch den Kakao gezogen.

Dann der letzte Kilometer !!!

1 Team; 1 Lauf; 8 Tage; 1 Traum

Wir „Team Germany Russia“ hatten es geschafft.

Wir holten unsere Nationalfahnen aus dem Rucksack, banden Sie an unsere Stöcke und liefen in die große Halle unter dem tosenden Beifall der Zuschauer ein.

Dann über die Ziellinie

268 km und 16.310 Höhenmeter


…..bei so einem Gefühl fließen Freudentränen…..und sie sind geflossen.

Der Übergabe der Finishermedaillen folgte am Abend die feierliche Übergabe der Finishershirts.
Jedes Team wurde auf die Bühne gerufen und erhielt in einer feierlichen Zeremonie das Finishershirt.
Die Abschlussparty war einfach nur gigantisch und viele hatten am Ende Schwierigkeit den Weg nach draußen zu finden……

Die Rückfahrt am 06.09.15 verlief zügig und ohne große Zwischenfälle.

Ein besonderer Dank gebührt meiner Frau Mila, die als Cheforganisatorin alles gemanaged hat, was nicht mit Laufen zu tun hatte. Wir mussten nur Laufen.

Ohne Mila hätten wir es nicht geschafft…..Vielen Dank !


Oktober 2015:

25.10.15: Röntgenlauf

Eigentlich ist der Röntgenlauf für uns vom Marathonteam eine ganz normales Event welches wir lieben, hegen und pflegen.
Zu groß die Routine als dass man gesondert darüber berichten müsste.
Doch in diesem Jahr hatte der Röntgenlauf für mich eine besondere Überraschung bereit - den 100km Jubiläumslauf
.

Der Start um 4:00h verlief super entspannt und ich hatte eine Zeit von etwa 12:00h eingeplant (Laufen und genießen war die Devise).

Ich ließ mir ausreichend Zeit, hielt einen kurzes Schwätzchen mit Joye Kelly, nahm mir ausreichend Zeit an Verpflegungsständen. Meine Tochter Sarah finishte ihren ersten Halbmarathon ohne Probleme…es hätte nicht besser kommen können.

Doch es kam besser !

Nach dem Duschen und der Massage stellte ich in den Ergebnislisten fest dass ich mit einer Zeit von 11:04h, nicht schnell aber ordentlich, die Stadtmeisterschaft über 100km gewonnen hatte…Wahnsinn !!!

RTB holt die Stadtmeisterschaft über 100km …endlich wieder ein Erfolg fürs MT


28. November 2015:

Auch in diesem Jahr waren wieder einige Trailfreunde bei uns zu Gast, um einen anspruchsvollen Lauf durch das Bergische Land zu unternehmen. Die anspruchsvolle Strecke mit ca. 36,5km und ca. 1.400HM wurde nach heftigen Regenfällen unter die Schuhe genommen. Während des Laufes wurde das Wetter immer besser und am Ende schien sogar die Sonne.
Klar, dass es 2016 wieder zu einer Neuauflage kommt. Es wäre schön, wenn auch Vereinskollegen an diesem Lauf teilnehmen würden, denn es geht um das gemeinsame Laufe und nicht um Zeiten oder Geschwindigkeit.

Druckversion          © 2004-2019 by Reinshagener Turnerbund 1910 e.V.