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Ultramarathon
Ingo Siebert läuft durch die Einsamkeit Albaniens

Aktualisiert: 23.09.20 15:12

Im Ziel: Ingo Siebert hat das Amphitheater im albanischen Butrint als 15. des Gesamtfeldes erreicht. Niemand sah ihm die unfassbaren Strapazen an.
© SI

RTB-Athlet bewältigt an sechs Tagen 220 Kilometer durch das Gebirge.

Von Andreas Dach

Er liebt das Abenteuer. Die extreme körperliche Belastung. Das besondere Sportereignis. Ingo Siebert vom Reinshagener TB holt sich den ultimativen Kick gerne bei außergewöhnlichen Läufen. Gerade liegt der „The Hidden Treasure“ hinter ihm. Was übersetzt bedeutet: Der verborgene Schatz. Dahinter verbirgt sich nichts anderes als ein Ultramarathon mit einer Länge von 220 Kilometern bei 8000 Höhenmetern durch die Einsamkeit der Berge von Albanien. Irre!

Kaum zurück von diesem „besonderen Event“ (O-Ton Siebert), lobt der Ausdauersportler den Veranstalter: „Er hat eine große organisatorische und logistische Leistung vollbracht.“ Zumal das Ereignis unter strengsten Hygiene-Auflagen stattfand.

Bereits im November des vergangenen Jahres hatte sich der Remscheider für den „Multistage-Race“ angemeldet, der über sechs Tage gehen sollte. Seinerzeit war von Corona noch keine Rede. Dass das Teilnehmerfeld im Laufe der Monate auf rund die Hälfte schrumpfen würde, beeinträchtigte den internationalen Charakter nicht. Aktive aus den USA, Nordirland, Frankreich, Polen, Portugal, Spanien, Deutschland, Hongkong und dem Land des Gastgebers überquerten die Bergketten vom Zentrum des Landes bis kurz vor die griechische Grenze im Süden Albaniens. Einer von ihnen: Ingo Siebert.

Die Anforderungen an die Teilnehmer waren, mal abgesehen von der reinen sportlichen Extrembelastung, bemerkenswert. Die Übernachtungen fanden in Einmannzelten statt. Die Tagesverpflegung musste jeder Läufer selbst tragen, denn nur maximal zehn Kilogramm Gesamtgepäck wurden durch die Crew von Camp zu Camp transportiert. Darin musste alles enthalten sein, was die Aktiven für die sechs Tage benötigen, weil während des Laufs keine größeren Orte, sondern nur Bergdörfer durchquert wurden.
Das schroffe Gebirge bietet kaum Schatten

Dies alles bei einer Dauerhitze von 34 Grad. Siebert berichtete: „Die schroffen Berge boten kaum Schatten und stellten für jeden Einzelnen eine große Herausforderung dar.“ Und weiter: Die Anstiege konnten mit denen in den Alpen durchaus konkurrieren.“

Tag eins war mit 38 Kilometern zum „Einlaufen“ gedacht. Es folgten deutlich härtere Streckenabschnitte. Mit Ausnahme des Finaltags. Da waren vergleichsweise dezente 15 Kilometer zu bewältigen. Der Zieleinlauf in einem fast 2000 Jahre alten Amphitheater verlieh dem Ereignis eine würdige Abschlussatmosphäre. Wie auch dem Start viel Aufmerksamkeit zugekommen war. Mit großem Bahnhof und albanischer Nationalhymne.

Dass Ingo Siebert mit 42 Stunden und 29 Minuten Gesamtplatz 15 belegte, war für ihn unerheblich. Viel wichtiger: „Es war ein unglaubliches Erlebnis. "

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