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Neues vom Behindertensport
von Stephan Schürmann

Nach den Paralympics ist vor den Paralympics. Während die Topsportler „on the road to Tokio 2020“, dem nächsten Austragungsort der Olympischen und Paralympischen Sommerspiele sind, ist es leider sehr ruhig im Blätterwald der Medien geworden.

War die Berichterstattung der Paralympics in Rio 2016 noch hervorragend und ganz Deutschland freute sich über zahlreiche Medaillen unserer Handicapsportler, ist der Behindertensport wieder in die zweite, wenn nicht gar dritte Reihe gerückt. Was sehr bedauerlich ist, denn die Topsportler bringen weiter erstklassige Leistungen und feiern große Erfolge. Jedoch weitestgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Positiv für den Behindertensport ist die Bestrebung in den Bundes- und Landesministerien, den Behindertensport immer mehr dem olympischen und allgemeinen Sport gleichzustellen. Ein sicherlich spannender Prozess, der noch viel Zeit benötigt. Doch der Anfang ist gemacht.

Im Jahresbericht fange ich klein, das heißt an der Basis im Breitensport, an. Die Behindertensportgruppe im RTB wächst stetig weiter. Auch 2017 konnten wir wieder neue Mitglieder gewinnen. Wenn alle da sind darf ich zwölf Sportler zum Übungsabend begrüßen. Schön, dass auch ehemalige Mitglieder wie Ricky Zins trotz Wohnortwechsel immer wieder vorbeischauen, wenn sie in Remscheid sind.

Zwölf Sportler mit unterschiedlichen Handicaps so zu trainieren, dass alle Teilnehmer gefordert und gefördert werden, ist jeden Dienstag eine Herausforderung für mich. Zumeist gelingt es und alle haben viel Spaß.


Ganz neu war in diesem Jahr die Ausschreibung des Laufkurses als inklusive Übungsstunde. Zum ersten Übungsabend Ende April konnte ich Läufer mit und ohne Handicap begrüßen.

Im Verlaufe des Kurses hatten die Läufer viel Spaß und trainierten fleißig. Es musste aufgrund der unterschiedlichen Handicaps sehr individuell trainiert werden, damit alle Läufer mit oder ohne Handicap auf ihre Kosten kamen. Zum Kursende, am letzten Dienstag im September, waren alle topfit und zudem traurig, dass der Laufkurs vorbei war.

Ein ganz besonderes Highlight wurde der Gruppe im November zuteil. Der Landessportbund hatte die Gruppe und mich als Verantwortlichen, für die Ehrenamtskampagne 2018-2022 des LSB und des NRW-Innenministeriums ausgesucht. Im Anschluss an den Röntgenlauf folgte ein Shooting für ein Foto, welches unter dem Motto „der Zeitschenker“ stand. Unter diesem Motto wurden abwechselnd Bilder mit mir als Ehrenamtler (sprich Zeitschenker) und Noah Mitterbauer, Svenja Feldges oder Elias de Souza gemacht. Eine Jury wählte dann unser Foto und explizit das Bild mit Elias für die Kampagne aus.

Es wird in einem Kalender zu sehen sein und in ganz NRW unter Nennung des Reinshagener Turnerbundes als Verein verbreitet. Zudem wurde noch ein Imagefilm mit Interview an einem Übungsabend gedreht, der zur Auftaktveranstaltung mit geladenen Gästen aus Sport, Politik und Wirtschaft in der Schauinsland-Reisen-Arena in Duisburg gezeigt wurde. Insgesamt eine tolle Werbung für den RTB weit über die Stadtgrenzen hinaus. Infos zur Kampagne gibt es im Internet unter http://www.sportehrenamt.nrw/ .


Beim Röntgenlauf waren wir auch wieder mit sechs Aktiven dabei. Eine gute Ausbeute, da der Lauf in der Mitte der Herbstferien stattfand und einige Handicapläufer im Urlaub waren. Auch einige Teilnehmer des RTB-Laufkurses waren mit dabei.


Noah Mitterbauer, Svenja Feldges, Katharina Ronge, Can Biesenbach und Mert Sarikaya konnten auf das Siegerpodest in der Sonderwertung für Läufer mit Handicap laufen. Noah Lamrani musste leider krankheitsbeding passen. Justin Falkenroth absolvierte erfolgreich die 5 Kilometerstrecke mit dem Team der Hilda-Heinemann-Schule. Sollte es im nächsten Jahr wieder eine Sonderwertung geben, so ist der RTB mit Sicherheit dabei.

In Remscheid schon Tradition: Die hochklassigen Schwimmwettkämpfe für Schwimmer mit Handicap im Sportbad. Im September fand die 11. Auflage des BRSNW Kurzbahn Cups, bei dem Schwimmer mit und ohne Behinderung gemeinsam den Wettkampf bestreiten und mittels eines Punktesystems auch gemeinsam gewertet werden, statt. Mit dabei unsere Vereinsmitglieder Elias de Souza und Hannes Schürmann. Elias nahm dort, wie an einigen anderen Wettkämpfen über das Jahr verteilt, erfolgreich teil.
Im September verabschiedete er sich aus unserer Behindertensportgruppe, um mehr Zeit zum Training für seine Leidenschaft, das Schwimmen zu haben.

Im November fanden dann die Deutschen Kurzbahn Meisterschaften im Schwimmen der Behinderten im Sportbad statt, für einen Start war Elias leider noch zu jung. Die nationale paralympische Schwimmelite ließ es richtig krachen. Vier Welt-, vier Europa-und 48 Deutsche Rekorde wurden im schnellen Wasser des Sportbades geschwommen. Dazu trug auch Hannes Schürmann bei, der über 200m Rücken Kurzbahnweltrekord schwamm.



Für Hannes ein versöhnlicher Abschluss eines für ihn schwierigen Jahres. Nach den Paralympics stand für ihn die Ausbildung im Vordergrund. Dort Fuß fassen und im Schwimmleistungssport in der Spitze zu bleiben, war ein kräftezehrender Prozess. Viele Wettkämpfe, Lehrgänge und Auslandswettkämpfe in Kopenhagen, Den Haag und Sheffield, sowie ein zweiwöchiges Trainingslager in der Türkei und ein vierwöchiges Höhentrainingslager in Bulgarien standen auf dem Programm. Alles für das sportliche Ziel WM-Teilnahme in Mexico. Leider hat es für Mexico nicht gereicht. Am Ende des Jahres muss man sagen dass das große sportliche Ziel zwar nicht erreicht wurde, aber es ist Hannes Schürmann gelungen, sich trotz aller Belastungen in der nationalen Spitze der paralympischen Schwimmer zu behaupten und in der Ausbildung läuft es auch gut.

Im kommenden Jahr findet dann die 12. Auflage des BRSNW Kurzbahn Cups, die siebte Auflage der Deutschen Kurzbahn Meisterschaften in Remscheid statt. Der Behindertensport entwickelt sich, egal in welcher Sportart rasant weiter. Aus allen Aktivitäten, die ich begleiten darf, komme ziehe ich folgendes Fazit:“ Unser Verein, der Reinshagener Turnerbund, ist weiterhin mittendrin und nicht nur dabei!“


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