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WER ERKENNT SICH IN DIESEM BERICHT WIEDER?
SO WAR ES FRÜHER

16.05.2014

Diese, wie ich finde, sehr interessante Kolumne von Heidi Schmitt (www.laufen-mitfrauschmitt.de) habe ich im Runners Point Laufmagazin RUN 2 gefunden. Ich finde den Bericht, gerade für unsere RTB-MT-Rentnertruppe, so genial gut, dass ich ihn unbedingt auf unsere Homepage setzen musste.

Viel Spaß beim Lesen!

Peter Gerber


MIT NETZTHEMD UND KURZER HOSE

Vor 30 Jahren eröffnete die erste RUNNERS POINT Filiale. Unsere Kolumnistin fragt sich, was die Läufer damals eigentlich gekauft haben. Es gab ja fast nichts.

Wir sind gelaufen. Einfach drauflos. Ohne Stirnlampe, ohne Brustgurt, keine Smartphone-Tasche am Oberarm. Musik begleitete uns beim Laufen nur dann, wenn jemand in einem der Schrebergärten an unsere Strecke gerade die Bata Illic-Kassette eingelegt hatte.

Dafür pfiff der Wind unbarmherzig durch unsere Netzhemden und wir waren vollkommen kompressionslos den erschütternden Vibrationen der eigenen Waden ausgesetzt. Die 1980er-Jahre waren gerade angebrochen - keine leichte Zeit für Läufer.

Wir trugen Schuhe, die zwar verheißungsvolle Namen wie “Marathon”, “Chariot” oder “Atlanta” hatten, aber irgendwie alle gleich aussahen. Grau mit blau. Oder umgekehrt. Im Vergleich zu den Hightech-Produkten von heute erweckten sie den Anschein, als hätten Sohle, Obermaterial und Schnürsenkel zwanglos und mehr oder weniger zufällig zueinandergefunden.

Der Läufer trug eine kurze Hose. Etwa bis 7 Grad Außentemperatur. Wurde es kälter, trug er zwei kurze Hosen. Für laufende Frauen potenzierte sich der modische Mangel unvorstellbar. Sie trugen Laufkleidung, die mit “halt irgendwas” noch liebevoll beschrieben ist. Es gab ja nichts.

Aber wir waren schnell! Viel schneller als heute. Warum? Welcher Mann möchte schon mehr Zeit als unbedingt nötig in einem Netzhemd und einer roten Sporthose verbringen, die bis zur Taille geschlitzt ist. Obendrein war der Trainingsumfang enorm. Wir verliefen uns ja dauernd - so ganz ohne GPS.

Wer keinen Vereinstrainer hatte, musste auch auf ausgeklügelte, individuelle Trainingspläne verzichten. Ohne Internet glich die Marathon-Vorbereitung einer Geheimwissenschaft. Und der einzige Ratschlag, den das Gesundheitsmagazin Praxis im ZDF mit seinem Aufruf zum “Trimmung 130” sendete, war wie Hohn für uns Läufer: 130 Schläge sollte der Puls während der Ausdauerbelastung zählen. Wie sollten wir wissen, wie schnell unser Herz beim Laufen schlägt? Das Pulsmessgerät fürs Handgelenk war doch gerade erst in finnischen Wäldern erfunden worden und der Weg zu uns noch ein weiter.

Wenn wir diese Geschichten unseren Kindern erzählen, fragen die ganz erschrocken: “Hat das Spaß gemacht?”

Und: “Woher wusstet ihr eigentlich, wann ihr losrennen könnt, als eure Uhr noch gar keinen Satelitten gesucht hat?”

Wenn ich mich noch richtig zurückerinnere, dann war es so: Wir sind gelaufen. Einfach drauflos. Und es hat -genau wie heute- riesig Spaß gemacht.

Wie ich einen VIVAWEST-MARATHON gewonnen habe

18.05.2014

Ja, wie gewinnt man einen Marathon? Noch dazu im zarten Alter von 57 ½ Jahren. Wer weiter liest, dem verrate ich das Geheimnis. Doch von Anfang an:

Da ich im letzten Jahr schon bei der Premiere des VIVAWEST-MARATHON gelaufen war, wollte ich dieses Jahr wieder dabei sein. Schon im letzten Jahr war an der Strecke, welche u.a. durch Gelsenkirchen, Essen, Gladbeck u. Bottrop führte, eine super Stimmung. Zumindest im bebauten Teil der Strecke. Da sitzen “ältere” Leute auf Stühlen vorm Altenheim, feuern begeistert die Marathonis an, der Typ mit seiner großen Pressluftflasche, angeschlossen an ein “Nebelhorn”, stand auch wieder irgendwo im nirgendwo, und blies einen bald von der Strecke. Dazu überall Anwohner und Trommelgruppen, welche es sich nicht nehmen ließen, uns anzufeuern.

Erwähnenswert sind noch zwei spezielle “Fans”: Eine “ein Frau Trommelgruppe”, jenseits der 70, welche an der Strecke auf einem Stuhl saß, und trommelte, was das Zeug hielt. Und natürlich mein absoluter Favorit, der Bergmann, sicher auch um die 70 Jahre alt, in Bergmanns-Galauniform, Hut mit Feder daran, welcher umringt von Lautsprecherboxen allerfeinste Technomusik spielte, und dabei ´rumhoppelte wie Rumpelstilzchen ( schreibt man das so?) ums Feuer. GEIL!!!

Natürlich gab es auch Abschnitte, wo stimmungsmäßig absolut tote Hose war, was aber eher die Ausnahme war.

Genau das oben beschriebene Szenarium war in diesem Jahr wieder präsent, und sorgte wieder dafür, dass man mit Spaß in den Backen gelaufen ist.

Ach ja, mein Lauf wäre mit einem Satz erzählt: Alles, wie immer!

Wie immer heißt, mit den sub-4h-Pacemakern (sofern vorhanden) im Energiesparmodus bis zum HM, ab da Tempo erhöht, bis KM 40 dann immerhin ca.5:30er Schnitt gerannt, ab KM 40 Tempo rausnehmen müssen, (komisch, die Beine wollten nicht mehr) und dann von der jubelnden Menge ins Ziel schreien lassen.

Wenn es nicht plötzlich über Nacht Sommer geworden wäre, wäre sicher eine schnellere Zeit möglich gewesen, daher bin ich mit mir und den 3:55:34h zufrieden.

Um aber jetzt die Frage zu beantworten “Wie gewinnt man einen Marathon”, ganz einfach: Ich habe letztes Jahr im November beim August-Blumensaat-Gedächtnislauf bei einer Verlosung mitgemacht. Die Gewinne waren ausschließlich Freistarts für den VIVAWEST-MARATHON. Ich hatte einen gewonnen!

Peter Gerber


Lecker Essen und Trinken
Wo ist die Alkoholkontrolle?

14.06.2014

Heute bin ich meinen 44.Marathon gelaufen. Warum erwähne ich das? Weil heute mein absolut entspanntester und schönster war!

Zur Erklärung sei geschrieben:Von beginn an war kein Druck, kein Zeitfenster vorhanden, Das Hauptaugenmerk dieses Wettkampfes lag eindeutig bei Essen und Trinken. Ich denke, auch dafür bin ich erklärende Worte schuldig. Beim Ahrathon gibt es an jedem Verpflegungsstand ausser Iso und Wasser, Wein soviel man trinken mag, und, was noch viiiiiel besser ist, total leckere Gourmethäppchen, wie z.B. Lauchküchlein mit Speck, Gorgonzolacreme auf Pumpernickel, Teigtaschen mit Mozzarella und Tomate, u.s.w.

Genau das, was ich als Bananenverweigerer mir immer beim Marathon gewünscht habe. Das schöne am Weintrinken ist ausserdem, dass man zwar auf den letzten Kilometern eingeht, wie bei jedem Marathon, aber, es ist einem sch.....egal!

Der Lauf ist schnell erzählt.................locker, langsam los, an jeden Verpflegungspunkt erbarmungslos zugeschlagen, mit wildfremden Leuten angestoßen, und das Leben im allgemeinen, sowie die aktuelle Situation im speziellen mit allen Sinnen genossen.

Einsam war es zwar unterwegs, weil nur ca. 100 Starter die kompletten zwei Runden absolvieren wollten. Vor allen dann, als in der 2. Runde die HM-Läufer weg waren. Aber egal, denn alles andere passt bei diesem Lauf zu 100%!

Ich werde, sofern mir nicht ein Bein abfällt, im nächsten Jahr wieder dort starten. Ich kann nur jedem mit gutem Gewissen empfehlen, kommt mit, ihr werdet es nicht bereuen.


Peter Gerber

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