Nachrichten
Kontakt
Beitrag / Anmeldung
Sportangebot/Abteilungen
Verein, Organisation
Internetzeitung 2018
Internetzeitung 2017
Internetzeitung 2016
Internetzeitung 2015
Internetzeitung 2014
Internetzeitung 2013
   Jubiläum in 2013
   Sportabzeichen 2013
   Leichtathleten, Wanderung
   Wanderung Marathonteam
   Fahrradtour der Leichtathleten
   Leichtathleten bei den Raumfahrern
   Umstellung auf SEPA
   Behindertensport
   Fahrradkurs
   Laufkurs Ki + Ju
   Lauftreff
   Wirbelsäulengymnastik II
   Fussball RTB 1973
   Sportabzeichenwettbewerb
   Eltern-Kind-Turnen
   Leichtathletik "Fitte Kids"
   Sport-Spiel-Spaß 4-6J
   Stepp Areobic
   Powergirls
   Fitness Frauen
   Fitness Männer
   Seniorensport
   AbenteuerTurnen
   Deutsches Turnfest 2013
   Gymmotion 2013
   Hockey
   Marathonteam
   Pilates
   Wirbelsäulengymnastik I
   Zumba - Kurs
   LG Remscheid
Internetzeitung 2012
Internetzeitung 2011
Internetzeitung 2010
Internetzeitung 2009
Internetzeitung 2008
Internetzeitung 2007
Internet-Zeitung 2006
Internet-Zeitung 2005
Internet-Zeitung 2004
Vereinszeitungen
Sportstätten
Impressum + Datenschutz

   



Wanderungen der Leichtathleten im Nationalpark Eifel vom 25.4.-28.4.2013
von Reiner Quanz

Nach den guten Erfahrungen des Vorjahres haben wir mit 14 Personen wieder eine 4-tägige Standort-Wanderung gemacht. Unser Quartier lag in Simmerath-Einruhr.

Nach Start bei Super-Wetter und 25 Grad im Schatten in Rurberg führte uns die Strecke entlang dem Obersee bis zur Staumauer des Urft-Talsperre. Dann der heftige Aufstieg auf den Bergrücken des Kermeters, ein Natur-Erlebnisraum mit seltenen Tieren (zumindest laut Prospekt) und Pflanzen. Schöne Ausblicke über die Eifel und ihre Stauseen bis hin zur Burg Vogelsang belohnten die Wanderer. Nach dem Abstieg waren wir schon so früh am Schiffs-Anleger des Kermeters, dass wir unser Schiff bereits auf der Hinfahrt nach Schwammenauel besteigen konnten und so in den Genuss einer kompletten Rundreise über den Rursee kamen. So konnten wir das prächtige Wetter genießen.

Der Freitag war bereits ziemlich abgekühlt, mit einzelnen Schauern auch unbeständig. Für diesen Tag hatten wir einen Nationalpark-Führer, Herrn Falkenstein, bestellt, der uns begleitete und uns über den Schöpfungspfad und die Dreiborner Hochfläche führte. Von Herrn Falkenstein haben wir erfahren, dass die Eifel nicht unbedingt über hohe Berge, sonder über tiefe Täler verfügt. Am Ende des Tages hatten wir auch Erkenntnisse gewonnen, was ein Prüsseboom ist (von den Preussen angepflanzte Fichten, nachdem die Eifel-Waldungen zahllosen Holzkohlen-Meilern zur Eisenerzeugung zum Opfer gefallen waren), was ein Zunderschwamm ist und dass Buchdrucker und Kupferstecher Arten von Borkenkäfern sind.


Am Abend dann gemeinsames Singen, auch unserer alten Parodien.
Der Samstag war nochmals frischer, aber trocken. Direkt vom Haus aus wanderten wir über den Wildnis-Trail und den Eifelsteig mit Blick auf den Obersee nach Wollseifen.

Dieser Ort hat eine besondere Geschichte: 1946 wurde den etwa 520 Einwohnern von der Kanzel der Kirche der Entscheid der britischen Besatzung mitgeteilt, dass sie 14 Tage Zeit hätten, ihren Ort zu verlassen, da er sich im Gebiet eines geplanten Truppenübungsplatzes befände. Es gab keine Ersatzquartiere und die Familien mussten sehen, anderweitig Unterkunft zu finden mit ihrem gesamten Hausrat, mit Vieh und Teilen der Ernte. Wer konnte uns dieses Geschehen näher bringen als Herr Falkenstein, der als 4-jähriger zu den Betroffenen gehörte und der uns diese historischen Begebenheiten vor Ort erläuterte.

Nach einer weiteren Stunde erreichten wir dann Burg Vogelsang. Hier hatten wir eine spezielle Führung gebucht. Diese gigantische Anlage wurde ab 1934 von den Nazis errichtet, um hier ausgewählte Parteifunktionäre zu schulen. Ab 1950 hat das belgische Militär die Anlage übernommen, die heute eine internationale Begegnungsstätte ist. Durch die umfangreichen Umbaumaßnahmen ist z.Zt. nur ein Teil der Anlage zugänglich.

Sonntags haben wir nach kurzer Anfahrt die Narzissenwiesen im Perlenbachtal erwandert. Der Zeitpunkt war gut gewählt, denn die „Osterblumen“ standen in voller Blüte und bedeckten ganze Berghänge und Talwiesen im Perlenbachtal, im Grenzgebiet zwischen Deutschland und Belgien. Ein toller Anblick, den wir uns allerdings mit einer erstaunlich großen Anzahl anderer Wanderer teilen durften. Es war nochmals kälter geworden und hier in ca. 600 m Höhe fielen auch noch einige Schneeflocken. Am Perlenbach konnten wir auch das Werk der hier angesiedelten Biber bestaunen, die ganze Baumstämme umgelegt hatten.

Endpunkt der Wanderung war Monschau-Höfen, wo die Häuser mit den typischen Venn-Hecken vor dem meist heftigen Wind geschützt sind und wo wir im Cafe "Altes Eifelhaus" nochmals Einkehr zum Abschluss unserer Wanderung hielten.
Die Tages-Etappen lagen alle bei ca. 14 – 16 km, waren also mit Tagesrucksack gut zu bewältigen. Die Eifel hat uns eine Menge schöner Einblicke gebracht und wettermässig alle Möglichkeiten vorgeführt. Unsere Stimmung war gut und wir hatten keine Stürze oder Verletzungen zu beklagen.


Druckversion          © 2004-2018 by Reinshagener Turnerbund 1910 e.V.